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Der Tourismus gehört in den meisten Entwicklungsländern zu einer wichtigen Einnahmequelle. Reisen können auch sozial und ökologisch verträglich sein.
Die grossartige Tierwelt Südafrikas im und rund um den Krüger Nationalpark erleben; auf der berühmten «Garden Route» von Port Elizabeth nach Kapstadt fahren, vom Meer über die weiten Ebenen der Karoo bis zum Weingebiet rund ums Kap: So beschreibt der Prospekt des Berner Reisbüros Imagine das Angebot für eine Südafrika-Reise. Das Besondere daran: Die luxuriösen Unterkünfte sind mit einem neuem Label zertifiziert: Fair Trade in Tourism South Africa (FTTSA). Zitat aus dem Reiseprospekt: «Sie geniessen einen guten Standard und wissen, dass sie mit ihrem Aufenthalt einen nachhaltigen Tourismus fördern, der vielen Menschen in der Umgebung zugute kommt.» So sind unter anderem faire Löhne für die Mitarbeiter und einwandfreie Arbeitsbedingungen garantiert.
Die Reisebüros Imagine und Kuoni haben erste Angebote mit dem Gütesiegel FTTSA auf den Schweizer Markt gebracht. Das Lancieren der weltweit ersten Reise-arrangements, die nach den Kriterien des Fairen Handels zertifiziert sind, ist ein wichtiger Schritt hin zu einer nach- haltigen Entwicklung des Tourismussektors in den Entwicklungsländern. Das SECO hat die südafrikanische Non-Profit-Organisation Fair Trade in Tourism South Africa bei der Entwicklung von zertifizierten Reisearrangements unterstützt. In Zusammenarbeit mit Partnern aus den Bereichen Tourismus und Fairer Handel wurden in einem Pilotprojekt die wichtigsten Komponenten gesamter Reise-arrangements mit dem entsprechenden Gütesiegel zertifiziert.
Für über 80 Prozent der Entwicklungsländer zählt der Tourismus zu den wichtigsten Exportbranchen. In den meisten ärmsten Ländern bildet er die wichtigste Devisenquelle. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach sozial und ökologisch verträglichen, aber auch qualitativ hochstehenden Reisearrangements. In der Ausweitung des Fairen Handels auf den Tourismus steckt somit ein grosses Potential zur nachhaltigen Entwicklung der Länder im Süden. Ein nachhaltiger Tourismus trägt zum Wirtschaftswachstum bei, generiert Deviseneinnahmen, schafft Einkommen und Beschäftigung bei den direkt Betroffenen und den zahlreichen Zulieferern wie Bauern, Transporteuren etc. Da es sich dabei meistens um ärmere Leute und Regionen handelt, trägt der nachhaltige Tourismus zur Verringerung der Armut und zum Abbau regionaler Ungleichheiten bei. Zudem wird mit Fair Trade Reisen der Privatsektor mobilisiert und in die Verantwortung eingebunden.
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