4,640 Milliarden Franken oder 0,60 Prozent

Die öffentliche Entwicklungshilfe (APD) der Schweiz entsprach im Jahr 2023 0,60% des Bruttonationaleinkommens (BNE) und belief sich insgesamt auf 4,640 Milliarden Franken. Allerdings floss mehr als ein Viertel der Gelder ins Asylwesen in der Schweiz. Ohne Berücksichtigung der Asylkosten betrug die APD-Quote 0,43%.

 

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Die öffentliche Entwicklungshilfe der Schweiz trägt zu wirtschaftlicher und menschlicher Entwicklung sowie zu einer intakten Umwelt und zu Frieden und guter Gouvernanz bei.

Die APD-Quote, die 2022 noch bei 0,56% lag, hat im Jahr 2023 mit 0,60% einen neuen Höchststand erreicht. Zu diesem Ergebnis führten insbesondere die umfassenden Unterstützungsanstrengungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine, dem Konflikt im Nahen Osten sowie die Kosten für die Aufnahme von Asylsuchenden, Geflüchteten und Schutzsuchenden während der ersten zwölf Monate ihres Aufenthalts in der Schweiz.

Asylkosten in der Schweiz von 28 Prozent

Mit 1,311 Milliarden Franken macht der anrechenbare Anteil der Asylkosten in der Schweiz im Jahr 2023 insgesamt 28% der APD aus. Ohne Berücksichtigung der Asylkosten stiegen die der APD anrechenbaren Ausgaben im Vergleich zu 2022 um 242 Millionen, was einer APD-Quote von 0,43% im Jahr 2023 entspricht (0,40% im Jahr 2022).  

Rolle der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz

Die Schweiz trägt mit ihrer internationalen Zusammenarbeit zur Bekämpfung der Armut, zur Förderung des Friedens und der Menschenrechte, zur Bewältigung von globalen Herausforderungen wie Pandemien und Klimawandel sowie zur Beseitigung der Ursachen von Flucht und irregulärer Migration bei. Sie setzt sich zudem für eine umweltverträgliche Entwicklung auf der ganzen Welt und insbesondere für eine nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen ein.

Die internationale Zusammenarbeit der Schweiz wird hauptsächlich von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) des EDA, dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) des WBF und der Abteilung Frieden und Menschenrechte (AFM) des EDA umgesetzt, deren Budgets zusammen rund zwei Drittel der APD 2023 abdecken. Zu den Ausgaben der internationalen Zusammenarbeit kommen die gemäss OECD-Richtlinien als APD anrechenbaren Ausgaben der übrigen Bundesstellen (einschliesslich Asylkosten) sowie die Beiträge der Schweizer Kantone und Gemeinden hinzu.

Berechnung der APD und internationaler Vergleich

Die öffentliche Entwicklungshilfe wird nach den international vereinbarten Richtlinien des Entwicklungshilfeausschusses (DAC) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) berechnet. Um das Engagement der 31 DAC-Mitglieder zu vergleichen, wird der Anteil der APD am Bruttonationaleinkommen jedes Landes berechnet.

Schweiz auf Rang 8

Im internationalen Vergleich steigt die Schweiz gegenüber 2022 um einen Rang auf und belegt im 2023 den 8. Platz.

Öffentliche Entwicklungshilfe (APD) der Schweiz 2022–2023 (Mio Fr.)
APD 2022
2023

EDA

2'533.2

2'766.0

WBF
403.3 407.7
UVEK
49.2 45.4
EFD
0.4 24.4
EJPD
1'216 1'321.7
EDI 6.9 6.7
VBS
5.2 8.2
Kantone und Gemeinden b)
60.0 60.0
Total APD  4'274.1 4'640.1
davon Asylkosten angerechnet an APD 1'205.8 1'310.9
APD in % des BNE
APD exkl. Asylkosten in % des BNE
0.56%
0.40%
 
0.60%
0.43%
 

Bruttonationaleinkommen BNE

762'275.5 779'069
b) Schätzung für 2023 DEZA Fachstelle Statistik, Stand am 11.04.2024

Letzte Änderung 24.04.2024

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