Zugang zu Finanzierung
In Entwicklungsländern ist es Unternehmen und insbesondere KMU nur sehr beschränkt möglich, sich zu finanzieren. Trotz grossem Wachstumspotential sind viele finanziell unterversorgt. Das SECO fördert darum den Zugang zu Finanzierung für Unternehmen, damit sie investieren, neue Märkte erschliessen, wachsen und menschenwürdige Arbeitsplätze schaffen können.
Um diese Ziele zu erreichen, verfolgt das SECO verschiedene Stossrichtungen:
Kapital bereitstellen
Das SECO stellt Kapital für Unternehmen bereit. Einerseits durch die SIFEM, die Entwicklungsfinanzierungs-Gesellschaft des Bundes, und anderseits durch den SECO Start-up Fund.
Das SECO engagiert sich für Kredite, die Umwelt-, Sozial- und Gouvernanz-Aspekte berücksichtigen.
Reformen anstossen
Das SECO unterstützt Massnahmen, welche die lokalen Rahmenbedingungen reformieren und neue Finanzprodukte schaffen. Ferner ermöglicht es, dass Unternehmen innovative Finanztechnologien nutzen können.
SDG nachhaltig finanzieren
Das SECO setzt sich dafür ein, privates Kapital zu mobilisieren, um die Ziele für eine nachhaltige Entwicklung – die «Sustainable Development Goals» – zu erreichen. Dazu ist es beispielsweise Netzwerkpartner von Swiss Sustainable Finance, dem Verband für Nachhaltigkeit im Finanzgeschäft. Seit den 2000er Jahren engagiert es sich auch für wirkungsorientierte Investitionen (Impact Investment). 2021 hat es zum Beispiel die SDG Impact Finance Initiative (SIFI) lanciert, eine öffentlich-private Partnerschaft zur Förderung von wirkungsorientierten Investitionen. Weiterhin ist es für das SECO zentral, mit grünen Anleihen die Klimafinanzierung in Schwellenländern voranzutreiben.
Kapital für Infrastruktur mobilisieren
Das SECO mobilisiert Wissen und Kapital für nachhaltige Infrastrukturdienstleistungen in Bereichen Mobilität, Wasser und Energie. Eine gute, klimaresiliente Infrastruktur ist zentral, damit der Privatsektor wettbewerbsfähig sein und Arbeitsplätze schaffen kann. In Entwicklungs- und Schwellenländern ist der öffentliche Sektor oft nicht in der Lage, Infrastrukturprojekte vollumfänglich aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Zudem fehlt häufig das Wissen, wie Infrastrukturvorhaben finanziert werden können. Darum sind Partnerschaften mit dem Privatsektor wichtig.