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Veröffentlicht am 11. Mai 2026

Serbien

Serbien ist ein Schwerpunktland der Schweizer Zusammenarbeit mit Osteuropa. Die Schweiz unterstützt den Transitionsprozess und Reformen im Einklang mit den europäischen Werten und Standards. In diesem Rahmen beteiligt sich das SECO zusammen mit seinen serbischen Partnern daran, das Geschäfts- sowie das makroökonomische Umfeld zu verbessern, einen wettbewerbsfähigen Privatsektor und eine nachhaltige Stadtentwicklung zu fördern und die Klimaresilienz zu stärken.

Schweizer Entrepreneurship Experte

Eine solide Politik der Regierung und der Zentralbank haben nach der Corona-Pandemie zur Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft beigetragen. Die Inflation ist unter Kontrolle und sowohl die Staatsfinanzen als auch die Devisenreserven befinden sich in einem verhältnismässig guten Zustand. Der Arbeitsmarkt bleibt stabil mit einer Arbeitslosenquote unter 9 Prozent und einem kontinuierlichen Lohnanstieg. Allerdings wird das Wachstum in Serbien vor allem durch den Binnenkonsum und die öffentlichen Ausgaben getragen. Das Produktivitätswachstum sowie das Lohnniveau liegen weiterhin unter dem EU-Durchschnitt. In letzter Zeit verlangsamt sich jedoch das Wirtschaftswachstum aufgrund tieferer Investitionen, einer schwächeren Auslandsnachfrage und der zunehmenden globalen wirtschaftlichen Unsicherheiten. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind weiterhin zentral für die serbische Wirtschaft: Sie haben einen Anteil von rund 60 Prozent an der Gesamtbeschäftigung und erwirtschaften 50 Prozent der Wertschöpfung in Serbien. Trotzdem haben KMU nach wie vor mit strukturellen Hindernissen zu kämpfen, so etwa beim Zugang zu Finanzierung, im Ausbildungsbereich (fehlende Kompetenzen) und aufgrund ungleicher Wettbewerbsbedingungen. Serbien verzeichnet Fortschritte bei den jeweiligen Rechtsrahmen für Klima- und Umweltpolitik, welche sich weiter den EU-Standards annähern, aber mangelnde Umsetzungskapazitäten und grüne Investitionen stellen weiterhin zentrale Herausforderungen dar. Seit 1991 setzt sich die Schweiz dafür ein, Serbiens Stabilität und die langfristige Entwicklung des Landes im Einklang mit den europäischen Werten und Standards zu fördern. Das Land ist seit 2012 EU-Beitrittskandidat.

Welche Ziele verfolgt das SECO?

Das SECO und die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) legen das Schweizer Kooperationsprogramm 2026–2029 in Serbien gemeinsam fest und setzen es zusammen um. Sie engagieren sich in den Bereichen demokratische Regierungsführung auf lokaler Ebene sowie Beteiligung der Zivilgesellschaft, Wirtschaftsentwicklung und Beschäftigung sowie Klimawandel und resiliente Städte. Des Weiteren hält die Schweiz an ihrer Migrationspartnerschaft mit Serbien fest. Die übergeordneten Ziele des Kooperationsprogramms sind die Stärkung der Resilienz Serbiens, eine inklusive Entwicklung sowie die Unterstützung der europäischen Integration. Erreicht werden soll dies, indem die Schweiz zur Entwicklung rechenschaftspflichtiger Institutionen, einer dynamischen Wirtschaft und zum grünen Wandel Serbiens beiträgt.

Dabei konzentriert sich das SECO vor allem auf folgende Themen:

Für das Kooperationsprogramm der Schweiz mit Serbien sind zwischen 2026 und 2029 rund 88 Millionen Schweizerfranken vorgesehen.

Projektbeispiele

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