Albanien

Albanien ist ein Schwerpunktland der Schweizer Transitionszusammenarbeit mit Osteuropa. Im Laufe der vergangenen 20 Jahre hat das Land den Wandel zu einer Marktwirtschaft vollzogen. Ein wichtiger Ansatzpunkt für das SECO ist die Wirtschafts- und Finanzpolitik Albaniens. Daneben arbeitet es auf eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für ortsansässige Unternehmen hin und hilft bei der Entwicklung städtischer Infrastruktur und öffentlicher Versorgungsbetriebe.

Als EU-Beitrittskandidat hat Albanien seit 2014 mehrere Reformprozesse angestossen, die den politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritt fördern sollen. Allerdings gestaltet sich die Umsetzung der Reformen aktuell schwierig: Im November 2019 wurde Albanien von einem verheerenden Erdbeben getroffen. Mitten im Wiederaufbau wurden der Staatshaushalt und die Katastrophenhilfe der Regierung durch den Ausbruch der Corona-Pandemie zusätzlich belastet. Unter dem Druck dieser zweifachen Krise kommt es zu einem Abschwung der albanischen Wirtschaft. Dies ist ein schwerer Rückschlag, lag das mittlere Einkommen in Albanien doch bereits vor den beiden Krisen unter dem europäischen Durchschnitt.

Gesichter von zwei jungen Frauen
Das SECO fördert in Albanien mehr und bessere Arbeitsplätze im Privatsektor.

EU-Beitrittspläne als Reformtreiber

Albanien steht vor mehreren Herausforderungen: Es gilt, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu verbessern. Insbesondere müssen die hohen Staatsschulden abgebaut und die örtlichen Behörden gestärkt werden. Die Qualität der öffentlichen Dienstleistungen ist mangelhaft und das Land muss mehr Arbeitsplätze, gerade für junge Menschen, schaffen. Daneben hat Albanien mit schwerwiegenden Umweltproblemen wie schlechter Luftqualität und einer unzureichenden Abfallentsorgung zu kämpfen.

Welche Ziele verfolgt das SECO?

Die Schweiz engagiert sich in den folgenden Bereichen: demokratische Gouvernanz, wirtschaftliche Entwicklung und Beschäftigung, städtische Infrastruktur und Energie sowie Gesundheit. Das SECO konzentriert sich auf folgende Themen: 

  • Besseres Finanzmanagement und wettbewerbsfähiger Privatsektor
    Das SECO unterstützt Albanien bei der Reform der Verwaltung seiner öffentlichen Mittel. Dazu gehört, die Buchhaltung transparenter zu gestalten und die Schuldung besser zu managen. Diese Arbeit umfasst auch Gemeinden, da diese in letzter Zeit mehr Verantwortung von der Zentralregierung erhalten haben. Ebenfalls hilft das SECO dem Land, sein Investitionsklima zu verbessern und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Privatsektors zu erhöhen.
  • Nachhaltige Stadtentwicklung und Energieversorgung
    Das SECO hilft mit, die öffentlichen Dienstleistungen in Gemeinden auszubauen. Es unterstützt die Behörden dabei, ein effizientes Abwasser- und Abfallentsorgungssystem aufzubauen sowie fliessendes Wasser und Energie kostengünstig und zuverlässig zur Verfügung zu stellen. Dazu fördert es unterschiedliche Energieträger und hilft, dass Energie zuverlässiger und effizienter bereitgestellt wird.

Das SECO und die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) legen die Schweizer Kooperationsstrategie in Albanien gemeinsam fest und setzen sie um. Zwischen 2018 und 2021 sind insgesamt ca. 105 Millionen Franken für die Schweizer Transitionszusammenarbeit mit Albanien vorgesehen, davon ca. 38 Millionen Franken seitens des SECO.

Letzte Änderung 29.03.2021

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