Albanien

Albanien ist ein Schwerpunktland der Schweizer Transitionszusammenarbeit mit Osteuropa. Das Land hat sich in den letzten 20 Jahren hin zu einer marktorientierten Wirtschaft mit stetigem Wachstum entwickelt. Das SECO stärkt vor allem die albanische Wirtschafts- und Finanzpolitik. Es verbessert die Rahmenbedingungen für lokale KMU und hilft, die städtische Infrastruktur und öffentliche Versorgung auszubauen.

Albanien hat die Wirtschaftskrise im europäischen Vergleich gut überstanden. Seit der Jahrtausendwende wuchs das Einkommen pro Kopf um durchschnittlich rund 4% pro Jahr. Trotzdem entspricht das durchschnittliche Einkommen in Albanien nach wie vor nur rund einem Drittel des Europäischen.

Gesichter von zwei jungen Frauen
Das SECO fördert in Albanien mehr und bessere Arbeitsplätze im Privatsektor.

Reformprozesse dank möglichem EU-Beitritt

Albanien muss verschiedene Herausforderungen meistern: es gilt, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu verbessern und insbesondere die hohe öffentliche Verschuldung zu drosseln. Ferner müssen die Qualität der öffentlichen Dienstleistungen erhöht, lokale Behörden gestärkt und mehr Arbeitsplätze vor allem für junge Leute geschaffen werden. Ausserdem bestehen akute Umweltprobleme: Die Luftqualität ist schlecht und Abfall wird ungenügend entsorgt.

Albanien ist EU-Beitrittskandidat. In diesem Zusammenhang hat das Land verschiedene Reformprozesse angestossen, die zu politischen, sozialen und wirtschaftlichen Fortschritten führen sollen.

Welche Ziele verfolgt das SECO?

Die Schweiz unterstützt Albanien in den Bereichen demokratische Gouvernanz, wirtschaftliche Entwicklung und Beschäftigung, städtische Infrastruktur und Energie sowie Gesundheit. Das SECO konzentriert sich auf folgende Themen:

Besseres Finanzmanagement und wettbewerbsfähiger Privatsektor

Das SECO unterstützt Albanien bei der Reform der Verwaltung seiner öffentlichen Mittel. Dazu gehört es, die Buchhaltung transparenter zu gestalten und die Verschuldung effizienter zu verwalten. Diese Arbeit umfasst auch Gemeinden; diese haben in letzter Zeit mehr Verantwortung von der Zentralregierung erhalten. Ebenfalls hilft das SECO dem Land, sein Investitionsklima und damit die Wettbewerbsfähigkeit des privaten Sektors zu erhöhen.

Nachhaltige Stadtentwicklung und Versorgung mit Energie

Das SECO hilft mit, die öffentlichen Dienstleistungen in Gemeinden auszubauen. Es unterstützt die Behörden dabei, ein effizientes Abwasser- und Abfallentsorgungssystem aufzubauen sowie fliessendes Wasser und Energie kostengünstig und zuverlässig zur Verfügung zu stellen. Dazu fördert es unterschiedliche Energieträger und hilft, dass Energie aus bestehenden Quellen zuverlässiger und effizienter bereitgestellt wird.

Das SECO und die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) legen die Schweizer Kooperationsstrategie in Albanien gemeinsam fest und setzen sie um.

Zwischen 2018 und 2021 sind insgesamt ca. 105 Millionen Franken für die Schweizer Transitionszusammenarbeit mit Albanien vorgesehen, davon ca. 38 Millionen Franken seitens des SECO.

Letzte Änderung 10.09.2019

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