Ghana

Ghana ist ein Schwerpunktland der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklung des SECO. Obwohl Ghana hinsichtlich Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Stabilität ein positives Beispiel in Afrika darstellt und sich relativ erfolgreich entwickelt, steht das Land noch immer vor einer Reihe von Herausforderungen. Aus diesem Grund fördert das SECO attraktive wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die ein nachhaltiges Wachstum ermöglichen, und setzt sich für mehr und bessere Arbeitsplätze und Erwerbsmöglichkeiten ein.



Chancen und Herausforderungen

Ghana ist seit 2010 als Land mittleren Einkommen klassifiziert. Dennoch leben weite Teile der schnell wachsenden Bevölkerung noch immer in Armut. Die Armut blieb zuletzt auf unverändertem Niveau und die Ungleichheit stieg sogar an.

Ghana erzielte bislang wenig Fortschritt bei der Diversifizierung seiner Wirtschaft. Zwar erholte sich das Land gut von der letzten Wirtschaftskrise im Jahr 2014. Doch der wirtschaftliche Schock aufgrund der Coronapandemie wird voraussichtlich für einen Rückgang des Wirtschaftswachstums sorgen und die labile finanzielle Position des Landes weiter schwächen. Darüber hinaus droht die Coronakrise, jahrzehntelange Fortschritte in der Armutsreduktion und der menschlichen Entwicklung zunichtezumachen.

Ghana braucht ein nachhaltiges Wachstum für seine weitere Entwicklung zu einem widerstandsfähigen, eigenständigen und wohlhabenden Land mittleren Einkommens, das ausreichend menschenwürdige Erwerbsmöglichkeiten für die junge und schnell wachsende Bevölkerung schaffen kann.

Welche strategischen Schwerpunkte setzt das SECO?

Das primäre Ziel der Schweiz ist, zur Entwicklung eines widerstandsfähigen und eigenständigen Ghanas beizutragen. Um seine Wirtschaft zu transformieren und zu diversifizieren und finanzielle und natürliche Ressourcen nachhaltiger zu nutzen, braucht Ghana attraktive Rahmenbedingungen. Daher konzentriert das SECO seine Arbeit auf zwei strategische Schwerpunkte:

  • Attraktive Rahmenbedingungen für nachhaltiges Wachstum fördern
    Zuverlässige Rahmenbedingungen sind entscheidend für ein resilientes Wirtschaftssystem, in dem der Privatsektor als Wachstumsmotor agiert. Daher unterstützt das SECO den Aufbau transparenter und rechenschaftspflichtiger Institutionen, eine ausgewogene Wirtschafts- und Steuerpolitik sowie unternehmens- und handelsfreundliche Regulierungen. Das SECO setzt sich für die Dezentralisierung öffentlicher Dienstleistungen und für eine effektivere Infrastrukturfinanzierung ein. So soll auf lokaler Ebene eine Grundlage für die wirtschaftliche Diversifizierung und die Schaffung von Einkommen aufgebaut und die Entwicklung von Städten gesteuert werden.
  • Mehr und bessere Arbeitsplätze schaffen  
    Das SECO fördert marktorientierte Fachkompetenzen und unternehmerisches Denken in den Sektoren, die das grösste Potenzial für Diversifizierung und Innovation aufweisen. Mit einem starken und vielfältigen Privatsektor kann Ghana seine komparativen Vorteile in traditionellen Branchen wie der Kakaoproduktion aufrechterhalten. Gleichzeitig kann das Land so die Vorteile einer wirtschaftlichen Diversifizierung über die traditionellen Rohstoffe hinaus nutzen, beispielsweise bei der Digitalisierung.

Abhängigkeit von Rohstoffen 


Für den Zeitraum von 2021 bis 2024 sind insgesamt 65 Millionen Franken für die wirtschaftliche Entwicklungszusammenarbeit des SECO mit Ghana vorgesehen. 

Letzte Änderung 10.08.2021

Zum Seitenanfang

https://www.seco-cooperation.admin.ch/content/secocoop/de/home/laender/ghana.html