Indonesien

Indonesien ist ein Schwerpunktland der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklung des SECO. Der Inselstaat ist Mitglied der G20, seine Wirtschaft ist gemessen an der Kaufkraftparität die siebtgrösste der Welt. Dennoch leben noch immer 25 Millionen Indonesierinnen und Indonesier unter der Armutsgrenze. Das SECO unterstützt das Land, Entwicklungsprobleme zu bewältigen, wettbewerbsfähiger, fairer und resilienter zu werden und Ressourcen effizienter und nachhaltiger zu nutzen.

Indonesien hat sich vorgenommen, die Ziele für nachhaltige Entwicklung umzusetzen. Das Land kämpft aber noch immer mit einem komplexen Geflecht aus wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und umwelttechnischen Problemen wie Umweltverschmutzung, Ausbeutung natürlicher Ressourcen oder wachsender Einkommensungleichheit.

Fünf Frauen, in der Hand Laptop und Dokumente
Eine stärkere wirtschaftliche Beteiligung von Frauen ist ein wirksames Mittel zur Armutsbekämpfung.

Lücken bei Armut und Gleichstellung der Geschlechter

Trotz eines stetigen Wirtschaftswachstums hat sich die Schere zwischen Arm und Reich in Indonesien weiter geöffnet, wobei Frauen besonders stark von Armut betroffen sind. Ein Hemmnis bei der Armutsreduktion ist der zögerliche Fortschritt bei der Schaffung von Arbeitsplätzen, der vor allem die zwei Millionen junger Menschen betrifft, die jedes Jahr neu auf den Arbeitsmarkt gelangen.

Welche Ziele verfolgt das SECO?

Das SECO unterstützt Indonesien bei der Bewältigung ausgewählter Entwicklungsherausforderungen und in seinen Bemühungen um mehr Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und Gerechtigkeit sowie um eine effizientere und nachhaltigere Nutzung natürlicher Ressourcen. Wenn dies gelingt, wird Indonesien auch für die Schweiz zu einem noch zuverlässigeren politischen und wirtschaftlichen Partner der Schweiz. In diesem Zusammenhang fördert das SECO:

  • Wirksame öffentliche Institutionen, vor allem in Städten, durch eine effiziente Ressourennutzung
    Das SECO setzt sich für Reformen der Wirtschafts- und Finanzpolitik ein, die auf eine effizientere und transparentere Nutzung öffentlicher Gelder abzielen. Öffentliche Dienstleistungen, vor allem im städtischen Raum, sollten nutzbringend und zuverlässig sein – schliesslich werden 2045 sieben von zehn Indonesiern in Städten leben. Daher unterstützt das SECO die Regierung vor allem bei der Bewältigung von Herausforderungen im Zusammenhang mit der rasch fortschreitenden Urbanisierung. Hier soll durch die Förderung besserer Stadtplanung ein nachhaltigeres Wachstum urbaner Räume ermöglicht werden.
  • Wettbewerbsfähige KMU
    KMU sind das Rückgrat der indonesischen Wirtschaft und beschäftigen mehr als 90 Prozent aller Erwerbstätigen. Allerdings arbeiten viele KMU wenig produktiv und haben nur eingeschränkten Zugang zu Finanzdienstleistungen und zu internationalen Märkten. Um die Entwicklung des Privatsektors zu fördern, unterstützt das SECO die KMU bei ihren Bemühungen um einen besseren und gerechteren Marktzugang für Waren, Dienstleistungen und Rohstoffen. Des Weiteren unterstützt das SECO sowohl KMU als auch grössere Unternehmen bei der Einführung von Good Practices im Bereich Umwelt, Soziales und Governance (ESG), um die finanzielle Performance und die Wachstums- und Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Und schliesslich arbeitet das SECO mit der indonesischen Regierung zusammen, um Finanzierungshürden für KMU abzubauen.

Neben dem SECO ist in Indonesien auch die Abteilung Frieden und Menschenrechte (AFM) des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten aktiv. Für den Zeitraum von 2021 bis 2024 sind insgesamt 65 Millionen Franken für die wirtschaftliche Entwicklungszusammenarbeit des SECO mit Indonesien vorgesehen.

Letzte Änderung 23.03.2021

Zum Seitenanfang

https://www.seco-cooperation.admin.ch/content/secocoop/de/home/laender/indonesien.html