Indonesien

Indonesien ist ein Schwerpunktland der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklung des SECO. Während die indonesische Wirtschaft wächst und die extreme Armut abnimmt, hat sich die Schere zwischen Reich und Arm in jüngster Vergangenheit nur marginal geschlossen. Das SECO will deshalb langfristiges Wachstum fördern, von welchem die ganze Bevölkerung profitiert.

Indonesien ist das viertbevölkerungsreichste Land der Welt. Es verfügt über die grösste Wirtschaftskraft Südostasiens und ist das einzige G-20-Mitglied in dieser Region. Ein junges und doch relativ gut funktionierendes demokratisches System und eine pluralistische Gesellschaft prägen das Land, welches aus 13‘500 Inseln besteht. Trotz schwankenden Rohstoffpreisen verzeichnete die indonesische Wirtschaft seit der Jahrtausendwende ein relativ konstantes jährliches Pro-Kopf-Wachstum von rund 4%.

Junger Mann bei Arbeit mit Pflanzen
Das SECO fördert den Handel mit nachhaltigen Produkten in Indonesien.

Der Kampf gegen Ungleichheit

Obwohl die Armut in Indonesien in den letzten 20 Jahren markant abgenommen hat, bestehen noch immer grosse Herausforderungen. Viele Menschen sind gefährdet, wieder in die Armut zurückzufallen. Reiche haben bisher mehr vom Wirtschaftswachstum profitiert als Arme. Frauen verdienen bis zu 30% weniger als Männer. Zudem ist Indonesien als exponierte Inselgruppe stark vom Klimawandel betroffen.

Welche Ziele verfolgt das SECO?

Bessere öffentliche Dienstleistungen

Das SECO fördertwirtschafts- und finanzpolitische Reformen, damit öffentliche Mittel transparenter und effizienter eingesetzt werden. Öffentliche Dienstleistungen sollen nutzbringend und verlässlich zur Verfügung stehen. Ausserdem trägt das SECO dazu bei, dass sich Städte dank besseren Planungsinstrumenten nachhaltiger entwickeln.

Mehr Arbeitsplätze

Das SECO stärkt die Wettbewerbsfähigkeit privater Unternehmen, indem es sich für weniger Bürokratie und eine bessere Regulierung einsetzt. Es hilft vor allem KMU dabei, Arbeitsprozesse zu verbessern und Ressourcen effizienter einzusetzen. Dadurch sollen beispielsweise in der Tourismusbranche die Wettbewerbsfähigkeit verbessert und mehr Arbeitsplätze geschaffen werden. Zudem stellt das SECO einen besseren Zugang für Firmen zu langfristigem Investitionskapital und internationalen Absatzmärkten her.

Neben dem SECO ist in Indonesien auch die Abteilung für menschliche Sicherheit (AMS) des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten aktiv.

Zwischen 2017 und 2020 sind insgesamt ca. 75 Millionen Franken für die wirtschaftliche Entwicklungszusammenarbeit des SECO mit Indonesien vorgesehen.

Letzte Änderung 05.12.2017

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