Nordmazedonien

In Nordmazedonien ist das SECO komplementär zum Programm der Direktion für Zusammenarbeit und Entwicklung (DEZA) aktiv. Die Schweiz unterstützt Nordmazedonein, eine sozial inklusive Demokratie und Marktwirtschaft aufzubauen, damit das Land einige der dringendsten Herausforderungen in Angriff nehmen kann. Besonders wichtig sind ein nachhaltiger Umgang mit natürlichen Ressourcen und die Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels.

Frühe marktorientierte Reformen und ein umsichtiges makroökonomisches Management haben in Nordmazedonien ein Umfeld geschaffen, das Wirtschaftswachstum und Stabilität begünstigt. In den vergangenen Jahren konnten die Exporte, insbesondere dank direkter Investitionen aus dem Ausland, gesteigert und diversifiziert werden. Verschiedene Regierungen haben das wirtschaftliche Wachstum und die Beschäftigung gefördert. Das Wirtschaftswachstum erreichte im Jahr 2019 rund vier Prozent.

Trotz dieser positiven Entwicklungen steht das Land weiterhin vor zahlreichen Herausforderungen. Obwohl Nordmazedonien zu den Ländern mit mittlerem Einkommen gehört, sind die Löhne niedriger als in den umliegenden Ländern. Die Arbeitslosigkeit sinkt zwar, ist aber noch immer auf hohem Niveau. Ein Drittel der jungen Menschen denkt darüber nach, das Land aufgrund mangelnder Zukunftsperspektiven zu verlassen.

Vier junge Imker aus der Region Bregalnica, Nordmazedonien, kümmern sich um die Bienen.
Die Schweiz unterstützt arbeitslose Jugendliche in Nordmazedonien beim Aufbau einer Imkerei als Einkommensquelle.

Unzureichendes Wirtschaftswachstum

Das Wirtschaftswachstum Nordmazedoniens reicht weiterhin nicht aus, um der Bevölkerung einen mit anderen mitteleuropäischen Ländern vergleichbaren Lebensstandard zu bieten. Dies ist auch auf strukturelle Probleme zurückzuführen. Zu diesen gehören ein grosser Anteil unproduktiver Unternehmen, eine beträchtliche Schattenwirtschaft sowie Rechtsunsicherheit. Die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen werden die wirtschaftliche Entwicklung deutlich verlangsamen. Gleichzeitig hat Nordmazedonien mit grossen Umweltproblemen zu kämpfen, die durch den Klimawandel weiter verschärft werden.

Welche Ziele verfolgt das SECO?

Die Schweiz unterstützt Nordmazedonien beim Aufbau einer sozial inklusiven Demokratie und Marktwirtschaft. Besonderes wichtig sind ein nachhaltiger Umgang mit natürlichen Ressourcen und die Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels. Zu den Schwerpunkten des SECO zählen:

  • Umwelt und nachhaltige öffentliche Versorgungsleistungen
    Das SECO setzt sich für inklusive öffentliche Versorgungsleistungen, eine höhere Resilienz gegen Naturgefahren und einen nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen ein. Dazu unterstützt es Nordmazedonien, die Kapazitäten der Kommunen und ihrer öffentlichen Versorgungsunternehmen auszubauen.
  • Nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung
    Das SECO stärkt den Dialog zwischen Regierung und Privatwirtschaft und trägt zu verbesserten Rahmenbedingungen und einem unternehmensfreundlichen Umfeld bei. Dies begünstigt das Wachstum des Privatsektors und die Schaffung neuer Arbeitsplätze.

Das SECO und die DEZA, für die Nordmazedonien ein Schwerpunktland ist, sind gemeinsam verantwortlich für die Formulierung und Umsetzung der Schweizer Kooperationsstrategie in Nordmazedonien. Für den Zeitraum von 2021 bis 2024 sind insgesamt 68 Millionen Franken für die Schweizer Transitionszusammenarbeit mit Nordmazedonien vorgesehen, davon rund 15 Millionen Franken seitens des SECO.

Letzte Änderung 07.10.2021

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