Nordmazedonien

In Nordmazedonien ist das SECO komplementär zum Programm der Direktion für Entwicklungszusammenarbeit (DEZA) aktiv. Trotz einiger positiver Entwicklungen in den letzten Jahren bleiben viele Herausforderungen bestehen. Das SECO unterstützt Nordmazedonien bei der Entwicklung des Privatsektors und nachhaltiger öffentlicher Infrastruktur.

Nordmazedonien hat in den letzten Jahren markante wirtschaftliche und soziale Fortschritte gemacht. Das Einkommen stieg in den letzten 15 Jahren pro Kopf durchschnittlich um rund 3% pro Jahr an im Mehrvölkerstaat. Trotz dieser positiven Entwicklungen bleiben weiterhin viele Herausforderungen bestehen.

Wasserinfrastruktur mit Hügellandschaft im Hintergrund
Das SECO unterstützt eine umweltfreundliche Abwasserentsorgung in Nordmazedonien.

Wirtschaftliche, soziale und umweltbedingte Probleme

Fortschritte hin zu makroökonomischer Stabilität und einer funktionierenden Marktwirtschaft bleiben fragil. Die öffentlichen
Schulden sind gewachsen und haben 50% des BIP im Jahr 2016 überstiegen. Eine tiefe Produktivität und tiefe Löhne im regionalen Vergleich prägen die Wirtschaft, welche mit strukturellen Problemen kämpft. Armut und sozioökonomische Ungleichheiten sind gross. Auch im Bereich des Umweltschutzes, in dem Nordmazedonien weit von EU Standards entfernt ist, sind die Herausforderungen erheblich. Die Umsetzung von Wasser- und Naturgesetzen ist verzögert. Der Klimawandel gefährdet bereits fragile Einkommensquellen und Lebensgrundlagen.

Welche Ziele verfolgt das SECO?

Die Schweiz unterstützt Nordmazedonien in den Bereichen demokratische Gouvernanz, Beschäftigung und wirtschaftliche Entwicklung sowie Infrastruktur und Umwelt. Das SECO konzentriert sich auf folgende Themen:

Wettbewerbsfähiger Privatsektor, der Arbeitsplätze schafft

Das SECO fördert Unternehmertum und den Kapitalzugang, um die Gründung neuer Unternehmen zu erleichtern und das Wachstum bestehender Unternehmen zu beschleunigen. Ferner sollen die Geschäftspraktiken verbessert und förderliche regulatorische Rahmenbedingungen aufgebaut werden. So werden die Unternehmen wettbewerbsfähiger und es entstehen mehr Arbeitsplätze.

Umweltschonende und für alle zugängliche öffentliche Infrastruktur

Das SECO setzt sich dafür ein, dass die Bevölkerung von Nordmazedonien und Wirtschaft zuverlässig mit Trinkwasser versorgt wird. Auch Abwasser und Abfälle sollen effizient entsorgt werden. Damit will das SECO auch einen Beitrag zum Umweltschutz leisten und die Menschen für umweltfreundliches Handeln sensibilisieren.

Das SECO und die DEZA, für welche Nordmazedonien ein Schwerpunkt ist, legen die Schweizer Kooperationsstrategie in Nordmazedonien gemeinsam fest und setzen sie um.

Zwischen 2017 und 2020 sind insgesamt ca. 76 Millionen Franken für die Schweizer Transitionszusammenarbeit mit Nordmazedonien vorgesehen, davon ca. 26 Millionen Franken seitens des SECO.

Letzte Änderung 10.09.2019

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