Peru

Peru ist ein Schwerpunktland der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklung des SECO. Die peruanische Wirtschaft ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Sozioökonomische Ungleichheiten, tiefe Wettbewerbsfähigkeit und schwache staatliche Institutionen stellen das Land aber weiterhin vor grosse Herausforderungen. Das SECO unterstützt vor allem den Aufbau von wirtschaftlichen Institutionen, einen wettbewerbsfähigen Privatsektor und den Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen.

Peru hat seit der Jahrtausendwende wichtige wirtschaftliche Reformen eingeleitet. In dieser Zeit wuchs das Einkommen jährlich um durchschnittlich rund 4% pro Kopf. Zudem konnte Peru seine Armutsrate markant reduzieren.

Mann hinter Cocoa-Baum
Das SECO fördert in Peru nachhaltigen und fairen Handel, beispielsweise mit Kakao.

Weiterer Reformbedarf auf vielen Gebieten

Trotz dieser Erfolge steht Peru vor grossen Herausforderungen: Vor allem zwischen Stadt und Land bestehen nach wie vor bedeutende sozio-ökonomische Ungleichheiten. Eine grosse informelle Wirtschaft, tiefe Produktivität und Bürokratie erschweren eine höhere Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltiges Wirtschaftswachstum. Staatliche Strukturen müssen weiter gestärkt werden, um öffentliche Dienstleistungen angemessen und verlässlich bereit zu stellen. Darüber hinaus ist Peru relativ gut in den Welthandel integriert. Jedoch stützt es sich hauptsächlich auf den Export von Rohstoffen. Schliesslich gibt es in Peru eine grosse biologische Vielfalt, welche vom Klimawandel stark bedroht wird.

Welche Ziele verfolgt das SECO?

Inklusive wirtschaftliche Institutionen auf nationaler und lokaler Ebene

Das SECO hat erfolgreich zu stärkeren wirtschaftlichen Strukturen auf nationaler Ebene beigetragen. Seit einigen Jahren fokussiert es nun auch auf verbesserte Strukturen auf subnationaler Ebene mit dem Ziel, die lokale Entwicklung voranzutreiben. Zudem trägt es dazu bei, dass sich Institutionen auf nationaler, regionaler und lokaler Stufe besser koordinieren.

Ein wettbewerbsfähiger Privatsektor mit mehr und besseren Arbeitsplätzen

Das SECO fördert Reformen, welche das Geschäftsumfeld für private Unternehmen und das Investitionsklima verbessern. Daneben unterstützt das SECO ausgewählte Wertschöpfungsketten und stärkt die internationale Wettbewerbsfähigkeit peruanischer Firmen.

Eine nachhaltige Stadtentwicklung

Ein wichtiger Faktor für nachhaltiges und regional ausbalanciertes wirtschaftliches Wachstum ist eine integrierte Stadtentwicklung. Damit Perus Wirtschaft wachsen kann, müssen sich primär seine Städte nachhaltig entwickeln. Dazu sollen sie auf verlässliche Infrastrukturen zugreifen können. Das SECO unterstützt aufstrebende mittelgrosse Städte dabei, öffentliche Dienstleistungen wie eine Trinkwasserversorgung oder eine Abwasser- und Abfallentsorgung bereit zu stellen.

Zwischen 2017 und 2020 sind insgesamt ca. 70 Millionen Franken für die wirtschaftliche Entwicklungszusammenarbeit des SECO mit Peru vorgesehen.

Letzte Änderung 10.09.2019

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