Serbien

Serbien ist ein Schwerpunktland der Schweizer Transitionszusammenarbeit mit Osteuropa. Ein Beitritt zur EU hat für Serbien hohe Priorität. Allerdings fehlen noch immer Kapazitäten, um die dazu nötigen Reformen umzusetzen. Im Rahmen der Schweizer Kooperation mit Serbien verbessert das SECO das makroökonomische Umfeld, die Wettbewerbsfähigkeit von serbischen Firmen sowie die Versorgung mit erneuerbarer Energie und die Energieeffizienz.

Serbien hat in den letzten Jahren politische Reformen angestossen. Aber die globale Finanzkrise hat das Land schwer getroffen und seine strukturellen Schwächen offengelegt. Aus diesem Grund und im Zuge der Vorbereitungen auf den EU-Beitritt hat Serbien umfassende Massnahmen zur Steuerkonsolidierung ergriffen, um seine Staatsschulden zu senken. Dies hat sich positiv auf die makroökonomische Situation ausgewirkt. Aufgrund der Corona-Pandemie und dem vorübergehenden Rückgang wirtschaftlicher Aktivitäten droht der serbischen Wirtschaft nun jedoch eine erneute Rezession.

Drei Erwachsene arbeiten im STP Technopark
Die Schweiz fördert Unternehmertum und Innovation in Serbien.

Weiterer Reformbedarf

Bei der Privatisierung grosser staatlicher Unternehmen und bei der Reduktion der Beschäftigung im öffentlichen Sektor gibt es grosse Herausforderungen. Serbische Firmen sind kaum fähig, im Wettbewerb zu bestehen und die Arbeitslosenzahlen sind insbesondere bei der jungen Bevölkerung sehr hoch. Zudem schneidet Serbien bezüglich Energieeffizienz der wirtschaftlichen Infrastruktur im europäischen Vergleich schlecht ab. Erneuerbare Energiequellen werden noch zu wenig genutzt.

Welche Ziele verfolgt das SECO?

Das SECO und die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) sind gemeinsam verantwortlich für die Formulierung und Umsetzung der Schweizer Kooperationsstrategie 2018–2021 in Serbien. Diese umfasst die Themen Gouvernanz, wirtschaftliche Entwicklung und Beschäftigung sowie nachhaltige Energie und widerstandsfähige Städte. Zwischen der Schweiz und Serbien besteht zudem eine Migrationspartnerschaft. Das SECO konzentriert sich auf folgende Themen:

  • Investitionsklima und Arbeitsplätze
    Das SECO unterstützt Massnahmen, die das Investitionsklima in Serbien verbessern. So wird die Wettbewerbsfähigkeit serbischer KMU gestärkt, wodurch mehr Arbeitsplätze geschaffen werden können.
  • Öffentliche Finanzverwaltung
    Das SECO unterstützt die Bemühungen Serbiens, die öffentlichen Mittel effizienter zu verwalten. Dazu gehört, die Steuerverwaltung zu verbessern und die Buchhaltung transparenter zu gestalten. Das SECO arbeitet auch mit den Gemeinden zusammen, wobei es sich dabei auf ihre Kontrollprozesse konzentriert.
  • Energieeffizienz und starke Städte
    Die Aktivitäten des SECO in den Gemeinden haben zum Ziel, den Energieverbrauch zu senken. Ein weiteres Ziel ist es, fossile Brennstoffe durch erneuerbare Energien zu ersetzen. Mit Unterstützung des SECO können Städte ihre öffentliche Infrastruktur besser verwalten und planen.  

Für den Zeitraum von 2018 bis 2021 sind insgesamt 105 Millionen Franken für die Schweizer Transitionszusammenarbeit mit Serbien vorgesehen, davon rund 38 Millionen Franken seitens des SECO.

Letzte Änderung 29.03.2021

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