Serbien

Serbien ist ein Schwerpunktland der Schweizer Transitionszusammenarbeit mit Osteuropa. Ein Beitritt zur EU hat für Serbien hohe Priorität. Allerdings fehlen noch immer Kapazitäten, um die nötigen Reformen in diesem Prozess umzusetzen. Im Rahmen der Schweizer Kooperation mit Serbien verbessert das SECO das makroökonomische Umfeld, die Wettbewerbsfähigkeit von serbischen Firmen sowie die Versorgung mit erneuerbarer Energie und die Energieeffizienz.

Was politische Reformen anbelangt, hat Serbien in den letzten Jahren grosse Fortschritte erzielt. Die Tatsache, dass die EU im Jahr 2014 Beitrittsverhandlungen mit Serbien eröffnet hat, bestätigt diesen positiven Trend. Zudem hat Serbien Massnahmen getroffen, um staatliche Schulden abzubauen und den Staatshaushalt im Gleichgewicht zu halten. Zudem hat sich das makroökonomische Umfeld verbessert. Seit der Jahrtausendwende wuchs das Einkommen pro Kopf um durchschnittlich rund 3% pro Jahr.

Drei Erwachsene arbeiten im STP Technopark
Schweiz fördert Unternehmertum und Innovation in Serbien

Weiterer Reformbedarf

Allerdings bestehen nach wie vor die Herausforderungen, die Privatisierung grosser Unternehmen im Staatsbesitz weiter voranzutreiben und die Beschäftigung im öffentlichen Sektor zu reduzieren. Serbische Firmen sind kaum fähig, im Wettbewerb zu bestehen, und die Arbeitslosenzahlen sind – insbesondere unter jungen Leuten – sehr hoch. Zudem schneidet Serbien im Bereich wirtschaftlicher Infrastruktur bezüglich Energieeffizienz im europäischen Vergleich schlecht ab. Erneuerbare Energiequellen werden zu wenig genutzt.

Welche Ziele verfolgt das SECO?

Die Schweiz unterstützt Serbien in den Bereichen Gouvernanz, wirtschaftliche Entwicklung und Beschäftigung sowie nachhaltige Energie und widerstandsfähige Städte. Zwischen der Schweiz und Serbien besteht zudem eine Migrationspartnerschaft. Das SECO konzentriert sich auf folgende Themen:

Investitionsklima und Arbeitsplätze

Das SECO unterstützt Massnahmen, die das Investitionsklima in Serbien verbessern. So wird die Wettbewerbsfähigkeit serbischer KMU gestärkt und es können schliesslich mehr Arbeitsplätze geschaffen werden.

Öffentliche Finanzverwaltung

Das SECO unterstützt die Bemühungen Serbiens, die Verwaltung der öffentlichen Mittel effizienter zu gestalten. Dazu gehört es, die Steuerverwaltung zu verbessern und die Buchhaltung transparenter zu gestalten. Das SECO arbeitet auch mit den Gemeinden; dabei konzentriert es sich auf ihre Kontrollprozesse.

Energieeffizienz und starke Städte

Die Aktivitäten des SECO in den Gemeinden haben zum Ziel, den Energieverbrauch zu senken. Ein weiteres Ziel ist es, fossile Brennstoffe durch erneuerbare Energien zu ersetzen. Mit Unterstützung des SECO können Städte ihre öffentliche Infrastruktur besser verwalten und planen.  

Das SECO und die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) legen die Schweizer Kooperationsstrategie in Serbien gemeinsam fest und setzen sie um.

Zwischen 2018 und 2021 sind insgesamt ca. 105 Millionen Franken für die Schweizer Transitionszusammenarbeit mit Serbien vorgesehen, davon ca. 38 Millionen Franken seitens des SECO.

Letzte Änderung 26.03.2019

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