Ukraine

Die Ukraine ist ein Schwerpunktland der Schweizer Transitionszusammenarbeit mit Osteuropa. Die Schweiz unterstützt die Ukraine auf ihrem Weg zu Frieden und einer nachhaltigen Entwicklung. Sie wirkt am Aufbau einer inklusiven Gesellschaft mit, in der Frauen und Männer gleichermassen zu öffentlicher Integrität und einem nachhaltigen Wachstum beitragen und daran teilhaben.

Die Ukraine ist das zweitärmste Land Europas. In den vergangenen Jahren ist das BIP langsam aber stetig gestiegen, die Währung blieb relativ stabil und die Inflation auf niedrigem Niveau. Jedoch ist das Land hoch verschuldet. Neben dem andauernden Konflikt in der Ostukraine gibt es weitere Faktoren, die eine Ausschöpfung des bedeutenden wirtschaftlichen Potenzials der Ukraine behindern. Eine grosse Schattenwirtschaft (40 Prozent des BIP), die Abwanderung von Fachkräften und unzureichende Investitionen in städtische Infrastruktur hemmen die Produktivität.

Frau vor Laptop, ukrainische Universität
An ukrainischen Universitäten können Qualifikationen in den Bereichen Konfliktlösung und Mediation erworben werden.

Welche Ziele verfolgt das SECO?

Das SECO, die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und die Abteilung Frieden und Menschenrechte (AFM) legen die Schweizer Kooperationsstrategie in der Ukraine gemeinsam fest und setzen sie um. Die Schweiz konzentriert sich dabei auf die Verbesserung der lokalen Gouvernanz, die Friedenskonsolidierung, ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum und Gesundheit. Um eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung zu fördern, setzt das SECO folgende Schwerpunkte:

  • Nachhaltige Städte
    Das Ziel ist ein schnelleres, ressourceneffizientes und klimafreundliches Wirtschaftswachstum sowie eine Verbesserung der Lebensqualität in den Städten. Besseres Energiemanagement, integrierte Stadtentwicklung und nachhaltige Mobilität sind die Eckpfeiler des Schweizer Engagements. Langfristig sollen die Städte der Ukraine mit diesem multidimensionalen Ansatz zur Förderung einer grünen Wirtschaft attraktiver werden für die örtliche Bevölkerung und auch für Investoren.
  • Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen
    Zu den wichtigsten Zielen gehören ein Wirtschaftswachstum auf breiter Basis und insbesondere die Nutzung des Potenzials kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU). Dazu gehören auch die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen. Dabei fördert die Schweiz die Integration der Produkte von Agrar-KMU in nachhaltige Wertschöpfungsketten und einen erleichterten Zugang zu Finanzdienstleistungen. In diesem Zusammenhang sollen gemeinsam mit dem ukrainischen Finanzsektor auch innovative Finanzprodukte entwickelt werden. Darüber hinaus unterstützt die Schweiz nationale Behörden bei der Umsetzung einer effektiven Finanz- und Geldpolitik sowie der Schaffung eines wettbewerbsfreundlichen regulatorischen Umfelds.
  • Effektive demokratische Staatsführung und effiziente öffentliche Verwaltung
    Die Schweiz fördert transparente und effektive öffentliche Institutionen auf nationaler und subnationaler Ebene. Konkret unterstützt das SECO die Verbesserung des öffentlichen Finanzmanagements auf lokaler Ebene mit dem Ziel einer effizienten und inklusiven Bereitstellung öffentlicher Dienstleistungen. 

Für den Zeitraum von 2020 bis 2023 sind insgesamt 108 Millionen Franken für die Schweizer Transitionszusammenarbeit mit der Ukraine vorgesehen, davon rund 51 Millionen Franken seitens des SECO.

Letzte Änderung 07.05.2021

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