Internationale Zusammenarbeit der Schweiz

Die internationale Zusammenarbeit (IZA) der Schweiz verfolgt strategische Ziele. Diese sind im Einklang mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung.

Die IZA der Schweiz hat einen neuen Rahmen: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Deren 17 Ziele führen zum ersten Mal die soziale, wirtschaftliche und ökologische Dimension der Entwicklung zusammen. Sie wurden von den Vereinten Nationen verabschiedet und gelten seit 2016. Die daraus abgeleitete Vision gilt für alle schweizerischen Akteure der IZA.

Ein Mann und eine Frau untersuchen Körner in einem Labor.
Die Schweiz als solidarische und verantwortliche Akteurin der Staatengemeinschaft: Ein Forscherteam im nationalen Saatgutlaboratorium in Ghana überprüft die Qualität von lokalen Samen im Rahmen eines von der Schweiz unterstützten Projekts der UNIDO.

Der Bundesrat hat die Vision der Agenda 2030 zu seiner eigenen gemacht. Die IZA der Schweiz soll also dazu beitragen, eine langfristig ausgerichtete, umwelt- und sozialverträgliche weltweite Entwicklung zu erzielen. Dies umzusetzen erfordert innovative Ansätze, wie sie der Bundesrat in seiner Botschaft zur internationalen Zusammenarbeit 2017-20 vorsieht.

Das SECO fördert ein nachhaltiges und inklusives Wirtschaftswachstum, von dem alle Bevölkerungsschichten profitieren. Dies erreicht es beispielsweise, indem es seine Partnerschaft mit der Privatwirtschaft ausbaut. Diese hat das grösste Potential, neue Stellen zu schaffen. Das SECO setzt sich auch dafür ein, dass mehr und neue Geldquellen die Entwicklung finanzieren. Und es engagiert sich dafür, dass natürliche Ressourcen und Ökosysteme nachhaltig bewirtschaftet werden. Letzteres ist besonders wichtig. Nur so wird sichergestellt, dass die Auswirkungen des Klimawandels die Ärmsten und Verletzlichsten nicht am härtesten treffen.

Welche strategischen IZA Ziele verfolgt das SECO?

Das SECO engagiert sich, damit die strategischen Ziele der IZA erreicht werden:

Auch die Förderung der Gleichstellung der Geschlechter stellt für das SECO einen grundlegenden Wert dar.

Warum überhaupt IZA?

Die Schweiz engagiert sich international, weil sie aus Solidarität gegenüber Armen und Ausgeschlossenen handelt. Ausserdem sind die Erfahrung und das Knowhow unseres Landes weltweit anerkannt. Die Schweiz geniesst international eine hohe Glaubwürdigkeit. Ihr traditionelles Bekenntnis zu humanitären Werten und ihre Neutralität verleiht der Schweiz Legitimität. Das SECO arbeitet zu Themen, bei denen in der Vergangenheit überzeugende Ergebnisse erzielt wurden. Und auch dort, wo Schweizer Akteure ihr Fachwissen besonders nutzbringend einsetzen können. In allen Fällen ist der Reformwille der Staaten Voraussetzung, damit die Unterstützung durch die Schweiz wirkt.


Mit ihrer IZA zeigt sich die Schweiz als solidarische und verantwortliche Akteurin der Staatengemeinschaft.


Die Schweiz ist aber auch in ihrem eigenen Interesse international tätig. Wirtschaftliche Opportunitäten werden gefördert. Vor Ort werden Arbeitsplätze geschaffen und so Alternativen zur Migration eröffnet. Zudem tragen stabilere Länder zur Sicherheit der Schweiz bei.

Geht das allein?

Natürlich nicht! Über die Jahre hat das SECO ein Netzwerk mit vielfältigen und verlässlichen Partnern aufgebaut. Dazu zählen die Regierungen der Partnerländer, multilaterale Organisationen, schweizerische, internationale und lokale Nichtregierungsorganisationen sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Abgerundet wird das Ganze durch andere Investoren sowie Privatunternehmen mit Sitz in der Schweiz und im Ausland.

So wirken die finanziellen Ressourcen wie ein Hebel für weitere Mittel. Dank Partnerschaften mit der Privatwirtschaft können zusätzliches Fachwissen und weitere Finanzmittel aufgeboten werden. Vermehrt werden auch die einheimischen Ressourcen der Partnerländer (z. B. über die Steuerpolitik) mobilisiert.

Gelingt es, genügend privates Kapital zu mobilisieren, kann die Agenda 2013 erfolgreich umgesetzt werden. Helfen können neue Finanzierungsmechanismen wie "Social Impact Bonds".

Letzte Änderung 28.08.2019

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