Migration und wirtschaftliche Entwicklung

Die internationale Zusammenarbeit des SECO bekämpft Armut und vermindert globale Risiken. Der Einsatz in den Partnerländern trägt dazu bei, dass weniger Menschen aus Mangel an Perspektiven auswandern. Zudem unterstützt das SECO Beiträge von Migranten in der Schweiz an die Entwicklung ihrer Herkunftsländer.

Menschen wandern aus vielfältigen Gründen aus. Die Programme des SECO können einige beeinflussen, zum Beispiel den Mangel an Jobs. Menschen verlassen ihr Land jedoch oft wegen Gewalt und Konflikten. Andere verfolgen bessere Arbeitsperspektiven. Solche Gründe sind schwierig zu beeinflussen. Migration ist ein Teil der Geschichte der Menschheit, erst recht infolge der Globalisierung.

Junger afrikanischer Angestellter arbeitet an einer Schalttafel.
Die Schweiz profitiert von einer klimaverträglichen wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in den Partnerländern durch neue Handelspartner, mehr Sicherheit und einen tieferen Migrationsdruck.

Das SECO schafft Wirtschaftsperspektiven vor Ort

Menschen haben weniger Anreize, ihr Land zu verlassen, wenn sie Jobs finden. Die Projekte des SECO verbessern Gesetze und Dienstleistungen, so dass die Wirtschaft nachhaltig wachsen kann und die Lebensqualität der Bevölkerung steigt. Es entstehen faire Arbeitsplätze mit Chancen für alle. Ferner setzt sich das SECO für den Klimaschutz ein, damit weniger Menschen aus Klimagründen flüchten müssen.


Das SECO eröffnet den Menschen in seinen Partnerländern wirtschaftliche Perspektiven und bekämpft damit eine Ursache von Migrationsströmen.


Chancen für die wirtschaftliche Entwicklung

Migration bietet aber auch Chancen für die wirtschaftliche Entwicklung der Herkunftsländer der Ausgewanderten:

  • Überweisungen an Verwandte mindern die Armut. Diese Geldflüsse übersteigen die öffentliche Entwicklungshilfe um ein Vielfaches. Das SECO unterstützt Initiativen, die das Überweisen effizienter machen.
  • Migranten können vorteilhaft in Unternehmen aus ihrem Herkunftsland investieren, weil sie sich dort gut auskennen. Das SECO unterstützt sie dabei. Zum Beispiel konnte ein Schweizer Unternehmer, unterstützt vom SECO Startup Fund, ein Nähatelier in seiner bosnischen Heimatstadt eröffnen. Er beschäftigt heute rund 180 Personen.

Koordinierte Schweizer Migrationsaussenpolitik

Die Schweiz diskutiert mit ihren Partnerländern sowohl über wirtschaftliche Zusammenarbeit als auch über Migration. Alle beteiligten Ämter ziehen am gleichen Strick. In einer auf Vertrauen und Verständnis basierten Beziehung kann die Schweiz ihre Interessen am besten durchsetzen.

In Migrationspartnerschaften kann die Schweiz Lösungen finden, welche die Interessen beider Länder und der Migranten einbeziehen. Das SECO beteiligt sich an Migrationspartnerschaften mit Bosnien und Herzegovina, Kosovo, Serbien und Tunesien.

Letzte Änderung 15.11.2017

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