Good Governance – Grundfeste wirtschaftlicher Entwicklung

Bei den Programmen und Projekten des SECO ist die wirtschaftliche Gouvernanz stets ein Thema. Und sie ist ein Teil der Risikoanalyse. Damit peilt das SECO transparente, verantwortliche und effiziente wirtschaftliche Abläufe in seinen Partnerländern an.

Mit wirtschaftlicher Gouvernanz ist das Regelwerk gemeint, das die Rahmenbedingungen für wirtschaftliche Aktivitäten darstellt. Gute wirtschaftliche Gouvernanz umfasst Prinzipien wie Transparenz, Rechenschaft oder Nichtdiskriminierung. Diese sind nicht nur für den öffentlichen Sektor, sondern auch für die Privatwirtschaft zentral: die Wirtschaft wird stabiler, Institutionen werden stärker und besser anerkannt. Und der Kampf gegen die Korruption hat bessere Chancen. Gute wirtschaftliche Gouvernanz ist somit ein wichtiges Instrument, um Armut zu bekämpfen. Sie fördert den Zugang zu Kapital, löst Investitionen aus und schafft so Arbeitsplätze.

Ein Arzt hört die Lungen eines Mädchens mit Hilfe eines Stethoskops ab.
Faire und transparente Spielregeln mindern die Armut: dank dem PEFA-Programm (Öffentliche Ausgaben und finanzielle Rechenschaftspflicht) hat die Lokalregierung mehr Geld für die Gesundheitsversorgung: Landarztdoktor Pablo Ramirez Pasache bei seiner Arbeit in Quesco, Huancavelica (Peru).

Wirtschaftliche Gouvernanz hat viele Gesichter

Der Ansatz kommt auf verschiedenen Ebenen zum Tragen: Auf internationaler Ebene ist er für Organisationen wie den IWF, die Weltbankgruppe oder die WTO bei der Gestaltung der Weltwirtschaft ein Thema. Auf nationaler Ebene soll er das Geschäftsumfeld für Unternehmen einfach und effizient regulieren. Wirtschaftliche Gouvernanz für den Privatsektor braucht es vor allem dort, wo der Staat kaum oder nicht effizient reguliert. Sie muss zum Beispiel gewährleisten, dass Unternehmen ihre soziale Verantwortung wahrnehmen und Umwelt- und Arbeitsnormen einhalten.


Das SECO setzt sich ein, damit Unternehmen in Partnerländern verantwortungsvoll geführt werden.


Die folgenden Projektbeispiele zeugen von der Vielfalt der SECO-Ansätze im Bereich Wirtschaftliche Gouvernanz:

  • Seit 2003 unterstützt das SECO den im Rahmen der OECD durchgeführten «Istanbul Action Plan». Dieser hat ein Verfahren aufgebaut, um die Korruption in Osteuropa und Zentralasien zu bekämpfen.
  • Das Projekt «Sustaining Competitive and Responsible Enterprise» bildet KMU in neun Ländern in Bezug auf verantwortungsvolle Arbeitsbedingungen aus. 250 KMU haben inzwischen ihre Praktiken angepasst. Das Projekt wird von der Internationalen Arbeitsorganisation umgesetzt.

Gute Noten für SECO-Ansatz

Für seine Strategie zur Stärkung der wirtschaftlichen Gouvernanz in seinen Projekten erhielt das SECO 2015 von einem ausgewählten Expertenteam gute Noten.

Letzte Änderung 26.02.2018

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