Kapitalzugang ermöglichen

Der Zugang zu langfristigem Kapital ermöglicht es einem Unternehmen, Investitionen zu tätigen, neue Märkte zu erschliessen und zu wachsen. So werden zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) benötigen aber zuverlässige Finanzierungspartner, die Zugang zu Kapital mit bezahlbaren Konditionen gewähren.  

Unternehmen in Entwicklungsländern und insbesondere KMU haben oft sehr beschränkten Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten. Die Gründe hierfür sind vielfältig: makroökonomische Risiken, fehlende auf sie zugeschnittene Finanzprodukte oder mangelnde Informationen für Banken, um eine Kreditprüfung vorzunehmen. Da die Risiken bei Finanzierungsleistungen für KMU schwieriger einzuschätzen und die Transaktionskosten hoch sind, vergeben Banken ihre Kredite vor allem an grosse und etablierte Unternehmen. Viele KMU in Entwicklungs- und Schwellenländern, die ein grosses Wachstumspotential hätten, bleiben daher finanziell unterversorgt.

Zwei Menschen tippen auf ein Mobniltelefon vor einem Laden.
Das Mobiltelefon ermöglicht den Zugang zum eigenen Konto und die Bezahlung von Rechnungen. Die Busfahrt zur Bank erübrigt sich.

Kapital wo es am dringendsten gebraucht wird

Das SECO stellt Kapital sowie technische Expertise bereit und schult lokale Banken in der Kreditvergabe an KMU. Damit will es ihnen aufzeigen, dass Investitionen in KMU durchaus profitabel sein können.


Besserer Zugang zu Kapital für KMU schafft zusätzliche Arbeitsplätze.


Wichtige Instrumente des SECO sind die Gesellschaft für Entwicklungsfinanzierung des Bundes SIFEM sowie der SECO Start-up-Fund. Frauen sind bei der Entwicklung ihrer Unternehmen mit besonderen Hindernissen konfrontiert. Dazu gehören z. B. fehlende Garantien oder rechtliche und kulturelle Barrieren beim Zugang zu Landbesitz. Gemeinsam mit anderen Geberorganisationen unterstützt die Schweiz z.B. in Nordafrika die Entwicklung von Finanzdienstleistungen, die auf die spezifischen Bedürfnisse von Unternehmerinnen zugeschnitten sind.  

Wasserrechnung über das Mobiltelefon bezahlen

Im Weiteren fördert das SECO innovative Finanzdienstleistungen, um ärmere Bevölkerungsschichten ins Finanzsystem zu integrieren. Dies geschieht z.B. in Ghana mit dem Aufbau eines mobilen Zahlungssystems. Es erleichtert die Bezahlung von Rechnungen, da die Busfahrt zur nächsten Bank überflüssig wird. Migranten und ihre Familien profitieren ferner von reduzierten Transferkosten bei Überweisungen ins Ausland über das Mobiltelefon.

Bessere Informationen reduzieren die Kreditkosten

Schliesslich arbeitet das SECO auf systemischer Ebene, um in seinen Partnerländern die Transaktionskosten für Kredite langfristig zu senken. Es fördert beispielsweise den Aufbau von Kreditbüros, welche eine Datenbank über Unternehmen führen. Dank dieser verlässlichen und für alle Banken zugänglichen Daten können diese die Unternehmensrisiken einfacher und besser beurteilen und günstigere Zinsen für die Unternehmen anbieten.  

In Arbeitsplätze investieren

Zugang zu Kapital erlaubt es einem Unternehmen, z.B. in Maschinenparks zu investieren und das vorhandene Wachstumspotenzial tatsächlich auszunutzen. Dadurch schaffen die Unternehmen zusätzliche Arbeitsplätze und tragen dazu bei, die Armut zu reduzieren.

Letzte Änderung 08.08.2018

Zum Seitenanfang

https://www.seco-cooperation.admin.ch/content/secocoop/de/home/themen/arbeitsplaetze/kapitalzugang.html