Unternehmertum fördern

Der Privatsektor mit seinen Unternehmen schafft weltweit 90% aller Arbeitsplätze und damit die Voraussetzung, Armut zu reduzieren. Ein dynamisches und wachstumsorientiertes Unternehmertum braucht spezifisches Know-how und gut ausgebildete Arbeitskräfte. Die Schweiz verfügt über ein erfolgreiches Berufsbildungssystem, in welchem Berufsschulen, Unternehmen und Staat bestens zusammenwirken. Von den Erfahrungen der Schweiz können ihre Partnerländer profitieren.

In vielen Partnerländern ist die Arbeitslosigkeit hoch. Einerseits berücksichtigt der Staat in seiner Berufsbildung die Bedürfnisse der Privatwirtschaft zu wenig. Dies hat zu Folge, dass an den Ausbildungsstätten häufig nicht diejenigen Fähigkeiten gelehrt werden, welche die Arbeitgeber nachfragen. Das ist weder im Interesse der Auszubildenden noch der Unternehmen und erst recht nicht im Sinne eines dynamischen Wirtschaftswachstums. Andererseits fehlen oft die Rahmenbedingungen, das Wissen und die Investoren, die neuen und innovativen Unternehmen den Eintritt in den Markt erleichtern und sie für den Wettbewerb rüsten.

Unternehmertum in einem Land wie Vietnam fördern

Unternehmergeist schafft Arbeitsplätze

Menschen mit  innovativen Ideen und Tatendrang sind überall auf der Welt anzutreffen. In ihnen liegt enormes Potential, neue Arbeitsplätze zu schaffen und wirtschaftliches Wachstum auszulösen. In Transitions- und Schwellenländern gehen Start-ups jedoch oft nach kurzer Zeit wieder ein. Zudem schöpfen bestehende Unternehmen ihr Wachstumspotential nur beschränkt aus. Häufig fehlt es den Firmen an Zugang zu Wissen, Kapital und wichtigen Dienstleistungen im eigenen Land. Das SECO trägt dazu bei, die Bedingungen für ein erfolgreiches Unternehmertum in seinen Partnerländern zu verbessern.

Die Schweiz teilt ihre Erfahrungen

Die Schweiz verfügt über ein gut funktionierendes Berufsbildungssystem. Dieses bewährte System ist dual aufgebaut: die Arbeitskräfte werden nicht nur in der Berufsschule (Theorie), sondern parallel dazu im Unternehmen (Praxis) ausgebildet. Diese enge Zusammenarbeit zwischen Berufsschule und Privatsektor führt zu besser ausgebildeten Arbeitskräften. Diese bringen die Fähigkeiten mit, die von den Unternehmen tatsächlich nachgefragt werden. Das SECO stimmt in diesem Bereich seine Interventionen mit dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) und der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) ab.


Ausbildungssysteme sollten die Bedürfnisse der Privatwirtschaft berücksichtigen. Dadurch können die Produktivität gesteigert und die Arbeitsbedingungen verbessert werden.


Das SECO unterstützt den Dialog zwischen den Behörden seiner Partnerländer und dem Privatsektor. Das Ziel besteht darin, die gelehrten Fachkompetenzen stärker an die von den Unternehmen nachgefragten Kompetenzen anzupassen. So fördert das SECO eine Plattform zur Zusammenarbeit zwischen technischen Berufsschulen, der Privatwirtschaft und dem Staat in Indonesien.

Mit gestärkten Fachkompetenzen zum Unternehmenserfolg

Eine solide Fachausbildung ist wichtig: sie schafft zufriedene Mitarbeitende mit – dank steigender Produktivität - deutlich besseren Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. Gut ausgebildete Mitarbeitende machen ihre Unternehmen wettbewerbsfähiger. Dadurch  können sie wachsen und mehr qualifizierte Arbeitsplätze schaffen. Davon profitieren auch Zulieferer, die ihrerseits neue Stellen mit höherer Wertschöpfung und entsprechend besseren Löhnen schaffen. Diese zusätzlichen Arbeitsplätze sind entscheidend, um die Armut in einem Land zu reduzieren.

Gute Unternehmensführung in Familienunternehmen

Der Patron steuert trotz Pensionierung noch das Unternehmen, die Nachfolger sind sich nicht einig bezüglich der Aufgabenteilung: eine Unternehmung gut zuführen und an die nächste Generation weiterzugeben ist eine grosse Herausforderung. Eine gute Unternehmensführung, bei der die operativen, die strategischen und die Kontrollfunktionen getrennt sind, trägt zu
nachhaltigerem Erfolg von Familienunternehmen bei. Zudem reduziert die gute Unternehmensführung das Risiko für Banken und die Unternehmen erhalten Kredite zu günstigeren Konditionen. Deshalb unterstützt das SECO die Rahmenbedingungen für gute Unternehmensführung, bildet insbesondere Familienbetriebe weiter und baut ein Netz von lokalen Beratern auf.  

Bessere Arbeitsbedingungen fördern

Arbeitsplätze müssen auch soziale Mindestanforderungen erfüllen, um ein sicheres und menschenwürdiges Umfeld zu bieten. Bessere Arbeitsbedingungen führen zudem zu einer höheren Produktivität. Das SECO stärkt deshalb die effektive Anwendung der entsprechenden internationalen Arbeitsnormen in Zusammenarbeit mit der Internationalen Arbeitsorganisation.

Letzte Änderung 20.09.2018

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