Wettbewerbsfähigkeit verstärken

Möglichst viele Produzenten und KMU aus Entwicklungsländern sollen zu den Gewinnern der Globalisierung zählen. Damit ist die voranschreitende Öffnung der Märkte und die Internationalisierung der Wertschöpfungsketten gemeint. Die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Firmen und ein erleichterter Marktzugang sind hier die Schlüssel.

Mehr internationaler Handel verspricht mehr Arbeit und Chancengleichheit für Entwicklungsländer. Der Exporterfolg von Unternehmen hängt von einer Reihe von Dienstleistungen und Instrumenten ab, welche die Wettbewerbsfähigkeit von Firmen zu steigern vermögen.  

Peruanischer Kakaobauer trägt geerntete Kakaoschoten in seinen Händen
Der peruanische Kakaobauer Nemias Sangama bestätigt: «Ich bin stolz, dass mein Kakao den Konsumenten im Ausland mundet und ich dadurch meine Familie unterstützen kann».

Das SECO engagiert sich mit folgenden Massnahmen:

Exporte aus Partnerländern fördern

Der Umgang mit Zollprozeduren, Anforderungen an die Qualität, Zertifizierungen, Marktintelligenz, Verpackung und Beschriftung von Produkten muss gelernt werden. Jeder Exporteur schlägt sich damit herum. Für Neulinge stellen sie nicht selten erhebliche Barrieren dar. Das SECO stärkt deshalb die technischen und institutionellen Kapazitäten der Partnerländer, um diese Anforderungen zu erfüllen. Exportförderstellen, Unternehmerverbände und andere unterstützende Organisationen werden befähigt, potentiellen Exporteuren erstklassige Beratung anzubieten. So können Unternehmer die Hürden des Exportgeschäfts überwinden.

Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil

Konsumenten und Einkäufer wollen heute wissen, unter welchen Bedingungen ein Produkt hergestellt wurde. Standards und Labels anzuwenden, die ökologische und soziale Kriterien berücksichtigen, ist für viele Exportbranchen zur Regel geworden. Das SECO unterstützt deshalb die Exporteure im Umgang mit solchen Standards. Nicht nur wird das Angebot an Informationen über Standards verbessert. Auch deren effiziente Umsetzung und die Absatzfähigkeit der Produzenten werden merklich gesteigert. Deshalb unterstützt das SECO auch die Bestrebungen von Organisationen, welche Standards entwickeln und durchsetzen. Diese bringen die Anforderungen in Einklang mit den Bedürfnissen und Kapazitäten von KMU und Kleinproduzenten.

Marktzugang erleichtern

Häufig besitzen Entwicklungsländer in der Landwirtschaft oder im Textilsektor die besten Möglichkeiten für den Export. In diesen Sektoren sind die Zollbelastungen aber nach wie vor verhältnismässig hoch. Sie stellen einen erheblichen Kostenfaktor für Exporteure in Entwicklungsländern dar. Zollpräferenzen entlasten Exporteure, vor allem aus den ärmsten Entwicklungsländern, von Zöllen und mengenmässigen Beschränkungen.

Mit Importeuren in Kontakt kommen

Die Nachfrage und Gesetze in ausländischen Märkten sind für Produzenten aus Entwicklungsländern oftmals eine grosse Unbekannte. Das SECO erleichtert potenziellen Exporteuren aus den Partnerländern daher den Zugang zu schweizerischen und europäischen Importeuren. Insbesondere werden die Vorbereitung und Teilnahme an internationalen Handelsmessen unterstützt. An solchen Anlässen können die Produzenten gezielt mit möglichen Einkäufern in Kontakt gebracht werden.

Letzte Änderung 22.11.2017

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