Städte nachhaltig entwickeln

Städte sind Zentren für Innovation und wirtschaftliches Wachstum – mit grossem Potenzial für die Minderung von Armut. Sie müssen gut geplant sein, damit alle Stadtgebiete erschlossen werden. Und deren Bewohner müssen Zugang zu Arbeitsplätzen, Bildung und zu öffentlichen Dienstleistungen wie Trinkwasser- und Stromversorgung haben. Gut geplante Städte vermindern auch die Emissionen von Treibhausgasen. Denn sie sind kompakter gebaut und der Anteil an öffentlichen Verkehrsmitteln ist höher.

Die rasant wachsende städtische Bevölkerung stellt die Städte vor riesige Probleme. Hauptsächlich wenn es darum geht, die Menschen und die Wirtschaft mit Wasser, Strom und anderen Dienstleistungen zu versorgen. Das SECO bietet daher eine breite Unterstützung an. Diese reicht von der Beratung, Finanzierung von Expertisen, Stärkung der Kapazitäten der Behörden bis hin zu gezielten Investitionen.

Strassenszene mit täglichem Verkehrschaos in Hanoi, Vietnam.
Das SECO setzt sich für eine klimaschonende Entwicklung von Städten ein. Strassenszene mit täglichem Verkehrschaos in Hanoi, Vietnam.

Stadtplanung und -management

Das SECO unterstützt die Behörden dabei, Strategien für die Entwicklung ihrer Städte zu erstellen. Dies beinhaltet, geeignete Projekte auszuwählen, diese professionell zu planen und Geldquellen zu erschliessen. Fachexperten erarbeiten zusammen mit den Stadtbehörden die Grundlagen für die notwendigen Entscheide. Sie erfassen und analysieren zum Beispiel soziale, wirtschaftliche und umweltrelevante Informationen zum Verkehr. Damit können die Stadtbehörden fundierte Entscheidungen über die Streckenführung und die Kapazitäten des öffentlichen Verkehrs fällen. Das SECO unterstützt die Partnerländer auch dabei, einen Kataster aufzubauen. Das ist ein Register, das die Grösse, Lage und Nutzung aller Grundstücke dokumentiert. Dieses stellt die Besitzverhältnisse sicher und ist somit eine Grundlage für die wirtschaftliche Entwicklung. Bei all diesen Vorhaben versucht das SECO immer, die Innovation und den Austausch zwischen Gruppen mit unterschiedlichen Interessen zu fördern.

Minderung von Grossschäden bei Katastrophen

Das SECO setzt sich für die Minderung von Grossschäden ein, die bei Katastrophen entstehen können. Dies insbesondere im Zusammenhang mit Naturgefahren, die wegen des Klimawandels vermehrt auftreten. Es finanziert Projekte zum Schutz der Städte und ihrer Infrastrukturen. Fachleute erarbeiten zusammen mit den lokalen Behörden entsprechende Massnahmen. Sie bauen auch Systeme zur Überwachung von Naturgefahren auf und analysieren das Risiko von Katastrophen. So werden gefährdete Stadtgebiete identifiziert und deren Einwohner in die Vorbereitung von Schutzmassnahmen und Alarmsystemen einbezogen. In besonders gefährdeten Gebieten werden Projekte mit Baumassnahmen zu deren Schutz und Überwachung ergänzt. Damit hält die Infrastruktur möglichen Naturkatastrophen stand und die Versorgung mit Wasser und Energie kann gesichert werden.

Städtische Mobilität

Viele Städte in den Partnerländern des SECO stehen kurz vor dem Verkehrskollaps. Dazu geführt hat der stetig steigende Verkehr mit dem eigenen Motorrad oder Auto. Staus, schädliche Abgase und Unfälle behindern das wirtschaftliche Wachstum einer Stadt. Zudem schneiden sie Quartiere und Teile der Bevölkerung voneinander ab. Sie erhöhen den Ausstoss von Treibhausgasen und machen die Bewohner krank. Vom SECO finanzierte Fachleute unterstützen die Behörden dabei, Massnahmen zur Verbesserung der städtischen Mobilität vorzubereiten. So werden zum Beispiel Haltestellen mit baulichen Massnahmen und Dienstleistungen ergänzt. Damit werden sie für die Benutzer, Anwohner und das lokale Gewerbe attraktiver. Neue Bus- und Bahnlinien werden in das bestehende Verkehrsnetz eingebettet, um ein nahtloses Umsteigen zu ermöglichen. Dazu gehört ein guter Zugang zu Fuss und mit dem Fahrrad. Die Transportbetriebe erhalten Schulung und Beratung, damit sie auf die Kunden zugeschnittene Dienstleistungen erbringen können. Die Bevölkerung erhält so auch einen besseren Zugang zu Arbeit, Schule und Gesundheitswesen.

Letzte Änderung 15.03.2019

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