Die Afrikanische Entwicklungsbank

Die Afrikanische Entwicklungsbank (AfDB) setzt sich ein für die Armutsreduktion, die Verbesserung der Lebensbedingungen sowie die Mobilisierung von Ressourcen für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Kontinents.

Die Schweiz ist ein aktives Mitglied in den Leitungsgremien der AfDB.

Besuch der beratenden Kommission für internationale Zusammenarbeit BK IZA in Abidjan, November 2018.
Besuch der beratenden Kommission für internationale Zusammenarbeit BK IZA in Abidjan, November 2018.
© AfDB

Ziele und Tätigkeiten der AfDB

Grundlegendes Ziel der AfDB ist es, eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und den sozialen Fortschritt in den afrikanischen Mitgliedsländern zu fördern und damit zur Verminderung der Armut beizutragen. Um diese Ziele zu erreichen, hat die Bank fünf operationelle Prioritäten – die «High Fives» festgelegt:

  • Afrika mit Licht und Energie versorgen,
  • Afrika ernähren,
  • Afrika wirtschaftlich integrieren,
  • Afrika industrialisieren und
  • die Lebensqualität in Afrika verbessern.

Mit dem Afrikanischen Entwicklungsfonds (AfDF) besitzt die AfDB zudem ein separates Ausleihfenster, welches den ärmsten Mitgliedsländern Darlehen zu Vorzugskonditionen sowie nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt. 

Der Afrikanische Entwicklungsfonds (AfDF) trägt seit seiner Gründung 1972 zur Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung für rund 40 afrikanische Mitgliedstaaten mit den niedrigsten Pro-Kopf-Einkommen bei. Über 30 Geberländer unterstützen den Fonds, der Projekte und Programme technischer Unterstützung in AfDF-Ländern finanziert. Die Ressourcen des Fonds werden von den Geberländern alle drei Jahre aufgefüllt. Die Verhandlungen zur Wiederauffüllung ermöglichen die Festlegung der für die Dreijahresperiode zu vergebenden Finanzmittel sowie die strategische und operationelle Ausrichtung des Fonds. Die neusten Verhandlungen konnten Ende November 2016 nach insgesamt drei Runden in Luxembourg abgeschlossen werden.


Die Anpassung von Berufsausbildungen an die Bedürfnisse des Arbeitsmarkts hilft, Arbeitslosigkeit zu reduzieren.


Die Schweiz und die AfDB

Die Schweiz unterstützt den AfDF seit seiner Gründung und ist seit 1982 Mitglied der AfDB. Die Schweiz gehört zusammen mit Deutschland, Portugal und Luxemburg einer Stimmrechtsgruppe an. So beteiligt sich die Schweiz aktiv an den Diskussionen und Entscheidungen des Verwaltungsrats und kommt damit ihrer Aufsichtsfunktion als Aktionärin nach. Seit August 2017 stellt die Schweiz eine Direktorin für die kommenden drei Jahren.

In Bezug auf die operationellen Tätigkeiten der Bank setzt sich die Schweiz für folgende Zielbereiche ein:

  • Stärkere Konzentration auf fragile Staaten und Konfliktkontexte,
  • Gute Regierungsführung,
  • Armutsbekämpfung,
  • Förderung des Privatsektors,
  • Klima- und umweltverträgliches Wachstum sowie
  • Förderung der Geschlechtergleichstellung und der menschlichen Entwicklung.

Letzte Änderung 08.07.2019

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