Die Asiatische Infrastruktur-Investitionsbank

Die Asiatische Infrastruktur-Investitionsbank (AIIB) wurde 2015 auf Initiative Chinas gegründet. Ihr Ziel ist die sozialen und wirtschaftlichen Ergebnisse in Asien zu verbessern, insbesondere durch Investitionen in nachhaltige Infrastrukturprojekte.

Im Frühjahr 2016 trat die Schweiz der AIIB bei. Sie ist mit einem Berater im Verwaltungsrat vertreten.

Staatssekretärin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch an der Jahresversammlung 2019 der AIIB in Luxemburg.
Staatssekretärin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch an der Jahresversammlung 2019 der AIIB in Luxemburg.
© AIIB

Ziele und Tätigkeit der AIIB

Die AIIB zählt 79 Mitgliedsländer (44 regionale und 35 nicht-regionale Staaten) und 23 angehende Mitgliedsländer.

Die Tätigkeiten der Bank fokussieren insbesondere auf nachhaltige Infrastrukturprojekte in den Bereichen Transport, Energie- und Wasser­versorgung, sowie auf die Entwicklung ländlicher Gebiete und der Landwirtschaft in Asien. Dazu wird die Bank ihre eigenen Mittel einsetzen, aber auch öffentliches Kapital und private Investitionen mobilisieren. Die Bank gewährt Kredite, gibt Garantien und investiert in Beteiligungskapital.

Die Schweiz und die AIIB

Am 25. April 2016 hat die Schweiz die Ratifikationsurkunde hinterlegt und damit den Beitritt zur AIIB formell vollzogen. Dieser Beitritt steht im Einklang mit der Schweizer Entwicklungs- und Aussenwirtschaftspolitik. Die Bank erfüllt alle notwendigen Voraus­setzungen, um eine tragende Säule unter den MDBs zu werden. Sie kann in Asien einen wesentlichen Beitrag zur Behebung der grossen Infrastrukturmängel, zur Förderung einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung sowie zur Armutsbekämpfung leisten. Durch die Beteiligung der Schweiz werden ausserdem die Beziehungen zu China und zur gesamten Region gestärkt und Schweizer Unternehmen erhalten neue Möglichkeiten, um ihre Handelsbeziehungen in der Region auszubauen.

Zusammen mit Dänemark, Ungarn, Island, Norwegen, Polen, Rumänien, Schweden und dem Vereinigten Königreich hat sich die Schweiz zu einer Stimmrechtsgruppe zusammengeschlossen. Gegenwärtig stellt das Vereinigte Königreich die Direktorin, Norwegen und Schweden die Vize-Direktorin.

Letzte Änderung 22.06.2020

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