Basisdienstleistungen stärken

Eine zuverlässige Infrastruktur ist entscheidend dafür, dass ein Land sich wirtschaftlich entwickelt und die Armut gemindert wird. Bevölkerung und Wirtschaft wollen mit Wasser versorgt sein, ihre Abwässer und Abfälle müssen entsorgt werden. Zudem sollen diese Basisdienstleistungen erschwinglich sein. Das SECO unterstützt die Partnerländer mit Investitionen, Beratung, Schulungen und Expertisen.

Das SECO finanziert Projekte, mit denen Trinkwasser-, Abwasser- oder Abfallanlagen saniert oder neu gebaut werden. Dabei achtet es darauf, dass die erforderlichen Bau- und Umweltstandards eingehalten werden und die Anlagen langlebig sind. Fachexperten beraten die Betriebe, wie man die Infrastrukturen am besten plant, baut und betreibt. Und sie stehen den Unternehmen und Behörden bei der Umsetzung dieser Aufgaben zur Seite. So werden zum Beispiel alte Wasserpumpen ersetzt, die Wasserrohre ausgewechselt oder Abfalldeponien gebaut. Das SECO unterstützt die Partnerländer zudem dabei, Gesetze und Politiken zu schaffen, welche für bessere Dienstleistungen erforderlich sind. Zum Beispiel unterstützt es die Partnerländer, ihre Tarifpolitik zu formulieren oder die Aufgaben und Verantwortlichkeiten zwischen dem Staat, den Städten und den öffentlichen Versorgungsunternehmen aufzuteilen. Im Zentrum stehen die städtischen Betriebe.

Trinkwasseraufbereitung für die Küstenstädte der Region Piura.
Die Schweiz unterstützt Peru bei der Modernisierung der Wasserversorgung. Trinkwasseraufbereitung für die Küstenstädte der Region Piura.

Moderne Versorgungsunternehmen für zuverlässige Dienstleistungen

Infrastrukturen zu bauen reicht nicht aus, um Menschen und Wirtschaft mit Wasser und anderen grundlegenden Dienstleistungen zu versorgen. Die Anlagen müssen auch angemessen betrieben und gewartet werden. Nur so wird die Infrastruktur langlebig sein und den vorgesehenen Dienst leisten.

Die Realität in den Partnerländern ist jedoch häufig weit von diesem Ideal entfernt. Die städtischen Betriebe sind nicht angemessen organisiert und werden nicht effizient geführt. Sie verstehen sich auch nicht als Anbieter von Dienstleistungen, die sich auf die Bedürfnisse der Kunden ausrichten. Die Mitarbeitenden sind mehrheitlich mit Notfällen wie zum Beispiel dem  Reparieren von Rohrleitungsbrüchen beschäftigt. Für längerfristige Aufgaben bleibt kein Raum.

Das SECO unterstützt städtische Betriebe dabei, diese Probleme anzugehen. Fachexperten beraten die Unternehmen, wie sie ihre finanziellen, betrieblichen und strategischen Prozesse effizienter und wirksamer gestalten können. Zu diesem Zweck werden zum Beispiel die Kompetenzen der Mitarbeiter durch Schulungen weiterentwickelt, die Kundendatenbanken aktualisiert oder die Buchhaltungen modernisiert.

Zugang zu Finanzierung für die Infrastruktur

Das SECO unterstützt Partnerländer auch dabei, einfacher zum nötigen Kapital für Infrastruktur zu kommen. Die Aktivitäten richten sich an nationale, regionale oder lokale öffentliche Institutionen. Zum Beispiel die für Infrastruktur zuständigen Ministerien, die Städte oder die Versorgungsunternehmen. Die Institutionen werden beraten und geschult, so dass sie ihre Kreditwürdigkeit verbessern können und so zu öffentlichen oder privaten Mitteln für ihre Projekte gelangen. Das SECO arbeitet dazu eng mit den internationalen Finanzinstitutionen wie der Weltbank und den regionalen Entwicklungsbanken zusammen. Sie bringen ihr Fachwissen ein und stellen dort Mittel zur Verfügung, wo private Investoren noch zurückhaltend sind.

Letzte Änderung 20.03.2019

Zum Seitenanfang

https://www.seco-cooperation.admin.ch/content/secocoop/de/home/themen/oeffentliche-institutionen-dienstleistungen/basisdienstleistungen.html